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Schönen neuen Welt / Brave new world (Aldous Huxley)
05.10.2017, 09:11
Beitrag: #1
Schönen neuen Welt / Brave new world (Aldous Huxley)
Wir befinden uns in London im Jahr 632 A.F. (after Ford) in der „Schönen neuen Welt“ (Brave new world) von Aldous Huxley. Wohlstand und Stabilität herrschen hier, alles ist wohlgeordnet. Menschen werden gebrütet, nicht mehr von Eltern aufgezogen – wie widerlich und altertümlich der Gedanke! Menschen werden auch geklont: „Ninety-six identical twins working ninety-six identical machines!” Bereits während ihrer Entwicklung in der Retorte wird festgelegt, in welche Kaste von Alpha bis Epsilon ein Mensch gehören wird und er wird für seine Zukunft konditioniert: durch die richtige Gabe von Hormonen und Vitaminen, als Säugling durch Stromschläge und Alarmsirenen und später durch Tonbänder, die nachts unter ihren Kopfkissen laufen. „That is the secret of happiness and virtue – liking what you’ve got to do. All conditioning aims at that; making people like their unescapable social destiny.” Die Alphas sind froh, keine Epsilons zu sein, aber umgekehrt eben auch. Außerdem werden die Menschen auf Konsum und Verschwendung getrimmt und auf Promiskuität. Die Stabilität der Gesellschaft, eines gewaltlosen Totalitarismus, wird durch die Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen erreicht. Tiefere Gefühle sind gar nicht erwünscht. Lenina, die schon seit Monaten nur mit Henry zusammen ist, steht unter Druck und wählt sich Bernard als neuen Begleiter. Die anderen jungen Männer in ihrer Firma hat sie alle schon gehabt. Die beiden machen einen Ausflug in ein Indianerreservoir und dort treffen Welten aufeinander. Sie entdecken eine Frau ihrer Kaste, die einst bei einem Ausflug verloren ging und unter den Wilden einen Sohn gebar und aufzog. Während die Mutter in der Indianerkultur eine Fremde blieb, ging der blonde Sohn John darin auf, ohne jemals richtig dazu zu gehören. Lenina und Bernard nehmen die beiden mit nach London, doch dies geht böse aus. Dieser Science Fiction Roman aus dem Jahr 1932 ist immer noch topaktuell und wird es immer mehr. Werden wir heutzutage nicht auch konditioniert auf „Geiz ist geil“ und die ständige Suche nach einem noch besseren Lebenspartner?
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