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Das Apfelkuchenwunder – oder die Logik des Verschwindens (Sarah Moore Fitzgerald)
24.12.2017, 18:52
Beitrag: #1
Das Apfelkuchenwunder – oder die Logik des Verschwindens (Sarah Moore Fitzgerald)
Nach magischen Blumensträußen und einem magischen Zylinderhut folgt nun magischer Apfelkuchen in „Das Apfelkuchenwunder – oder die Logik des Verschwindens“ von Sarah Moore Fitzgerald. Meg liebt Oscar, den Nachbarsjungen, der immer fröhlich ist und von allen gemocht wird, der anderen hilft, wenn sie Kummer haben, und dessen magischer Apfelkuchen alle Sorgen vertreibt. Leider jedoch muss sie für ein halbes Jahr mit ihren Eltern nach Neuseeland und schafft es nicht, Oscar vorher noch ihre Gefühle zu gestehen. Während ihrer Abwesenheit wohnt eine fremde Frau mit ihrer Tochter Paloma in ihrem Haus und nun ist es Paloma, die abends von Fenster zu Fenster mit Oscar spricht.
Paloma ist engelsgleich schön, aber eine durchtriebene Psychopathin. Schon sehr oft ist sie mit ihrer Mutter umgezogen und musste sich in eine neue Schulklasse integrieren. Dabei hilft ihr das, was sie „Ratio“ nennt, ein Modell der Klassenhierarchie, die sie selbst aktiv mitgestaltet. Sie ist es nicht gewohnt, dass jemand ihr einen Korb gibt, doch Oscar tut genau das, denn er liebt Meg. Darum treibt Paloma einen Keil zwischen die beiden, und sie macht Oscar zum gehassten Außenseiter. Er wird nun gemobbt, obwohl er bisher glaubte, in dieser Klasse würde jeder jeden mögen. Doch nachdem Paloma ihm „Ratio“ erklärt hat, sieht auch er die Hierarchie, und seine niedrige Position darin. Ihm ist nicht klar, dass er das Paloma zu verdanken hat, die über ihn herumerzählt, er bespanne sie abends beim Ausziehen mit einem Fernglas. Er glaubt, er habe sich mit dem Kuchenbacken selbst blamiert. Auf Palomas Rat hin bewarb er sich in der Schule für den Talentwettbewerb mit seiner Begabung des Kuchenbackens. Doch dies wird zum Fiasko und Paloma nimmt seinen Platz ein.
Da Oscar nun alles verloren hat, das ihm wichtig war, und auch die Freundin Meg, mit der er über alles reden konnte, nicht mehr auf seine E-Mails antwortet, steigt er auf sein Rad und fährt ins Hafenbecken, um dort zu ertrinken. Er wird gerettet und „taucht unter“. „Es macht keinen Unterschied, ob jemand tot ist oder nur so tut als ob. Das Ergebnis ist dasselbe“, stellt er fest.
Nur sein Bruder Stevie und Meg glauben, dass er noch lebt. Irgendwo! Meg ist entsetzt, als sie aus Neuseeland zurückkehrt und erfährt, was Oscar während ihrer Abwesenheit durchgemacht hat. Ob Meg Oscar finden kann und ob die Liebenden endlich zusammenkommen, wird nicht verraten.

Andrea Herrmann, erschienen in Veilchen Nr. 60, Januar 2018
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